Themenausschreibung Februar 2017

  • Thema 1: Der Islamischen Staat und Terrorangst: Welche Rolle spielt die Medienberichterstattung?
    Die Ereignisse um den Islamischen Staat haben weltweit zu großem Aufsehen und großer Besorgnis geführt. Die Magisterarbeit untersucht, wie sich die Berichterstattung über den Islamischen Staat auf Einstellungen und Meinungen gegenüber Muslimen in Österreich auswirkt. Im Vordergrund steht dabei die Angst der Menschen vor dem Terror. Dazu wird eine experimentelle Studie durchgeführt, die den Rezipienten verschiedene Berichte über den Islamischen Staat vorlegt und die Wirkungen dieser auf kognitiver und affektiver Ebene untersucht.
  • Thema 2: Die Berichterstattung über den Islamischen Staat aus Sicht von Muslimen
    Die Ereignisse um den Islamischen Staat haben weltweit zu großem Aufsehen und großer Besorgnis geführt. Die Magisterarbeit untersucht, wie sich die Berichterstattung über den Islamischen Staat auf Einstellungen und Meinungen von Muslimen auswirkt. Dazu wird eine experimentelle Studie durchgeführt, die den Rezipienten verschiedene Berichte über den Islamischen Staat vorlegt und die Wirkungen dieser auf kognitiver und affektiver Ebene untersucht.
  • Thema 3: #ad Werbliche Inhalte und ihre Wirkung auf Instagram
    Jugendliche und junge Erwachsene nutzen soziale Medien wie Instagram täglich. Die dort dargebotenen Inhalte bieten Einblicke in private Ereignisse von Freunden, Stars und Bloggern. Die ästhetischen Bilder enthalten jedoch häufig auch Markenverweise und werbliche Inhalte und es wird nicht immer ausreichend klar gemacht, ob das Foto eines Produktes rein aus eigener Überzeugung oder aufgrund finanzieller Unterstützungen online gestellt wurde. Hashtags wie ad oder sponsored sollen helfen, werbliche Intentionen für die Rezipienten deutlicher zu machen. Durch eine Magisterarbeit zu diesem Thema kann in einer Experimental-Studie getestet werden, wie sich die Wirkung des Hinweistextes auf die Einstellung gegenüber dem Kommunikator, der präsentierten Marke und das Werbeverständnis der Rezipienten ändert.
  • Thema 4: Wer erkennt Greenwashing? Eine Untersuchung zum irreführenden Potenzial von grüner Werbung
    In der Literatur werden mehrere Formen des "Greenwashings" unterschieden;: darunter versteht man irreführende, grüne Werbung wie vage Behauptungen, falsche, unsinnige oder überflüssige Aussagen zur Umweltfreundlichkeit von Produkten. Trotz der weiten Verbreitung von "Greenwashing" ist bisher nicht geklärt, ob die Rezipienten in der Lage sind, solche irreführenden Werbungen zu erkennen und diese kritisch zu bewerten. Dieser Frage soll in einer Studie nachgegangen werden, indem Rezipienten mit einer Form des "Greenwashings" konfrontiert werden. Im Vordergrund stehen hierbei irrelevante grüne Produktaspekte.
  • Thema 5: Wer fällt auf Greenwashing rein? Eine experimentelle Studie
    In der Literatur werden mehrere Formen des "Greenwashings" unterschieden: darunter versteht man irreführende grüne Werbung wie vage Behauptungen, falsche, unsinnige oder überflüssige Aussagen zur Umweltfreundlichkeit von Produkten. Trotz der weiten Verbreitung von "Greenwashing" ist bisher nicht geklärt, ob die Rezipienten in der Lage sind, solche irreführenden Werbungen zu erkennen und diese kritisch zu bewerten. In einer Studie soll daher das faktische Wissen der Rezipienten über "Greenwashing"-Techniken experimentell manipuliert werden, um zu testen, ob besser informierte Probanden eher fähig sind, verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von "Greenwashing" zu erkennen.
  • Thema 6: #Absolut#Friends: Die Wirkung von Alkoholmarken- vs. Alkoholuserpostings
    Das Aufkommen von Social Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram bietet Alkoholmarken eine Möglichkeit, die Werbeeinschränkungen in traditionellen Medien zu umgehen. So haben Alkoholmarken wie Absolut, Belvedere oder Grey Goose Millionen Likes und Follower. Doch auch User-Generated Content enthält häufig Alkoholmarken. Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie verschiedene Arten von Postings auf den Rezipienten wirken. Anhand eines experimentellen Designs soll erforscht werden, ob die Quelle des Postings (Alkoholmarke vs. User) und die Beliebtheit (Hohe vs. Niedrige Likes/Shares), einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Rezipienten haben.
  • Thema 7: Wirkung von Advergames Online und Offline
    Advergames sind eine Werbeform, die Rezipienten in spielerischer Form mit einem Produkt bzw. einer Marke bekannt machen. Dabei überträgt sich die positive Spielerfahrung auf die Bewertung des Produktes und steigert somit auch den Kaufwunsch. Bisher wurden in erster Linie digitale Formen von Advergames erforscht. Jedoch gibt es auch Brettspiele, die Marken in den Spielverlauf integrieren. Während bei Online-Spielen mit der Marke nur am Bildschirm interagiert wird, ist im Spielverlauf eines Brettspiels eine haptische Interaktion mit dem Produkt möglich. Ziel der Magisterarbeit ist es daher, in einem Experimentaldesign den Stellenwert des Interaktionslevels zu erforschen. Durch diese Arbeit soll eine Aussage darüber möglich sein, wie eine haptische Interaktion mit der Marke die Wirkung des Advergames beeinflusst. Eine Durchführung mit mehreren Zielgruppen (Studierende, Erwachsene, Kinder) ist denkbar.
  • Thema 8: Alkohol in Fernsehserien: Eine vergleichende Inhaltsanalyse
    Schon seit Jahrtausenden wird Alkohol vom Menschen als Nahrungs- und Berauschungsmittel genutzt. Obwohl mittlerweile klar ist, dass übermäßiger Alkoholkonsum schädlich für die Gesundheit ist, wird in westlichen Ländern nach wie vor im Durchschnitt zehn Liter purer Alkohol pro Kopf konsumiert. Dem Fernsehen wird zugeschrieben, dass es durch seine Darstellung von Alkoholkonsum dies begünstigt, allerdings stützt sich die Wissenschaft ausschließlich auf Studien aus dem Anglo-Amerikanischen Raum. Nun gehen verschiedene Länder sehr unterschiedlich mit Alkoholkonsum um. Ziel der Masterarbeit ist dementsprechend, die Darstellung von Alkohol in Fernsehserien aus verschiedenen Ländern zu vergleichen, um Unterschiede und Ähnlichkeiten festzustellen und mit der Trinkkultur in Verbindung zu bringen. Es soll eine quantitative Inhaltsanalyse an einem Sample von TV-Serien durchgeführt werden. Das Verständnis von Englisch sowie einer weiteren Sprache (Spanisch, Italienisch, Polnisch, Türkisch, Japanisch, Chinesisch, Hindi oder Russisch) ist Voraussetzung. Das Thema kann auch von mehreren Studierenden bearbeitet werden.
  • Thema 9: "Donald Trump's locker room talk":  Sind skandalöse Äußerungen weniger schlimm als skandalöse Handlungen?
    Der zurückliegende US-Präsidentschaftswahlkampf wurde von verschiedenen talk scandals überschattet. Beispielsweise können hier die frauenfeindlichen Äußerungen von Donald Trump genannt werden. Bisher ist unklar, ob sogenannte talk scandals, die ausschließlich auf "verbalen Äußerungen" beruhen, ähnliche Wirkungen haben wie andere skandalöse Verhaltensformen (z.B. Frauenfeindlichkeit, die auf tatsächlichen Handlungen basiert). In einer experimentellen Studie soll geprüft werden, ob verschiedene Formen von talk scandals (Frauenfeindlichkeit, Steuerhinterziehung usw.) zu ähnlichen (unterschiedlichen) Wahrnehmungen bei Mediennutzern führen, wie andere skandalöse Verhaltensformen.
  • Thema 10: "Wasser predigen, Wein trinken". Führt Scheinheiligkeit von Politikern zu populistischen Einstellungen bei Mediennutzern?
    Scheinheilige Äußerungen eines Politikers können dazu führen, dass sein eigenes Verhalten anhand eines ganz besonders hoch gesteckten Maßstabes beurteilt wird. Wenn Politiker A beispielsweise Werte wie Treue besonders betont, gleichzeitig jedoch eine außereheliche Affäre unterhält, sollten entsprechende Beurteilungen dieses "skandalösen Verhaltens" besonders schwerwiegend ausfallen. Scheinheiligkeit (Treue betonen und ein Verstoß gegen diesen selbstgesetzten Wert) könnte neben einem Vertrauensverlust zu einer Erhöhung populistischer Einstellungen bei Mediennutzern führen. Skandale um "scheinheilige" Politiker könnten somit als eine Erklärung für das Erstarken populistischer Gegenbewegungen verstanden werden (Elitenfeindlichkeit), die derzeit weltweit zu beobachten sind. Dies soll in einer experimentellen Studie überprüft werden.
  • Thema 11: Sex, Drugs and no Rock 'n' Roll?
    Wie wirken sich Sex- und Dopingskandale auf die Wahrnehmung von Sportlern aus und spielt hierbei das Geschlecht des Athleten eine Rolle? Zahlreiche Skandale haben in den vergangenen Jahren die Sportwelt erschüttert. Beispielhaft können hier der Sexskandal um Tiger Woods und die zahlreichen Dopingskandale um männliche und weibliche Athleten genannt werden. Völlig unklar ist, wie sich die (angebliche) Verstrickung von Sportlern in Skandale auf die Beurteilung von MediennutzerInnen auswirkt. Spielt das Geschlecht des Athleten sowie der Skandaltyp hierbei eine Rolle? Dies soll in einem Experiment überprüft werden.
  • Thema 12: Angst vor Terrorismus? Welche Rolle spielen hierbei (un)differenzierte Nutzerkommentare?
    OnlinenutzerInnen können Terrorismusnachrichten (z.B. auf derStandard.at) fast ohne Einschränkungen kommentieren. Beispielsweise können Kommentare zu einer Verstärkung negativer Emotionen wie Angst bei anderen MediennutzerInnen führen. Dies kann beispielsweise auch dann der Fall sein, wenn entsprechende Nutzerkommentare faktisch falsch und unbegründet sind. Durch den starken Anstieg von Nachrichten über islamistischen Terror können Beiträge (z.B. von besorgten Nutzern) in zusätzlicher Weise zu einer Erhöhung negativer Emotionen beitragen. Undifferenzierte Beiträge über Terroristen (angeblich muslimischen Glaubens) könnten sich zudem in negativer Weise auf die Wahrnehmung gesellschaftlicher Minderheiten in Österreich (Menschen muslimischen Glaubens) auswirken. Dies soll mit Hilfe eines Experimentes überprüft werden.
  • Thema 13: Product Placement von Spoof-Marken
    Carly und ihre Freunde verwenden in der Disney Serie iCarly regelmäßig ihren Laptop. Doch auf der Laptop-Rückseite ist statt einem Apfel eine Birne zu sehen. Diese Form des Product Placements bezeichnet man als Spoof, also eine Markenrepräsentation einer Fake-Marke, die eine Anlehnung oder satirische Darstellung einer tatsächlich existierenden Marke beschreibt. Fraglich ist, wie sich der Einsatz von Spoof-Marken auf die Ausgangsmarke auswirkt, ob also die Darstellung des Birnen-Laptops möglicherweise positive Auswirkungen (erhöhte Aufmerksamkeit, positive Produkteinstellungen, steigende Kaufintention) auf die Marke Apple haben kann. Durch eine Magisterarbeit zu diesem Thema kann erstmals getestet werden, wie sich der Einsatz von Spoof Marken auf die Ausgangsmarke auswirkt.
  • Thema 14 'Fitspiration' und Body Image
    Lange Zeit dominierten schlanke Models die Medienwelt. Seit kurzem zeichnet sich ein neuer Trend ab, bei dem das bisher vorherrschende schlanke Schönheitsideal zunehmend durch das Fitnessideal ersetzt wird. Wenig Körperfett und definierte Muskeln prägen dabei das Ideal. In Social Media-Kanälen sollen durch zahlreiche "Fitspiration"-Bilder die RezipientInnen zu diesem Lifestyle motiviert werden. Ziel der Studie ist es, in einer experimentellen Studie zu untersuchen, wie sich diese Fitspiration-Darstellungen auf das Körperselbstbild und die Körperzufriedenheit auswirken.
  • Thema 15: Der Einfluss sexualisierter Medieninhalte auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Männern und Frauen
    In der westlichen Medienkultur ist eine Zunahme sexualisierter Medieninhalte festzustellen. Sexualität ist Teil des öffentlichen Interesses geworden und wird dementsprechend häufig in den Medien thematisiert. Diese Entwicklung wird vor allem deshalb kritisiert, da Sexualität meist einseitig dargestellt wird, das Aussehen im Vordergrund steht und somit bestehende Geschlechterstereotype verfestigt werden. Wie wirken sich diese Medienbilder auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Frauen und Männern aus? Die Magisterarbeit soll diese Frage mittels experimentellem Methodendesign beantworten, bei der unterschiedliche Mediendarstellungen präsentiert werden. Die Arbeit liefert somit aktuelle Erkenntnisse aus Österreich zur Body-Image-Forschung. Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Aspekt der Self-Objectification.
  • Thema 16: "Aging Beauties": Die Wirkung medienvermittelter Schönheitsideale auf Frauen mittleren Alters
    In Serien wie Desperate Housewives, aber auch in Kinofilmen erscheint das Aussehen von Frauen mittleren Alters oftmals deutlich jünger, als dies in der Realität der Fall ist. Wie wirkt der Eindruck solch zeitloser Schönheit auf Frauen mittleren Alters? Dies soll im Rahmen einer experimentellen Studie getestet werden. Im Blick steht dabei die Wirkung auf Schönheitsideale, Körperzufriedenheit und Selbstwertgefühl.